Institut für Musikalische Grundlagenforschung

ehem. “Richter Herf-Institut für Musikalische Grundlagenforschung”

Als eines der Institute der Universität Mozarteum Salzburg hatte es die Aufgabe, Lehre und Ausbildung komplementär durch Forschung zu ergänzen und dadurch lebendig und aktuell zu erhalten. Im einzelnen erstreckte sich die Arbeit im Rahmen des Instituts auf drei Bereiche: Forschung, Abhaltung von Lehrveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Ziele der Grundlagenforschung ergeben sich aus den verschiedenen Aspekten der menschlichen Fähigkeit, Klänge durch das Gehör aufzunehmen und zu musikalischem Sinn repräsentierenden Wahrnehmungen zu verarbeiten. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Mikrotonforschung, die experimentelle Auslotung von Möglichkeiten und Grenzen der Erfassung fein abgestufter Tonhöhen in melodischem und harmonikalem Zusammenhang. Die dabei erforschten Phänomene des musikalischen Hörens wurden unmittelbar den am Mozarteum studierenden Komponisten zugänglich gemacht. Darüber hinaus wurde für alle Studierenden eine “Schule des Hörens” angeboten, die das an Hochschulen übliche Fach Gehörbildung wesentlich vertiefte.

Die Öffentlichkeitsarbeit umfasste den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Forschern, die Abhaltung von Gastvorträgen und Tagungen, wie die Symposien "Mikrotöne" von 1985 bis 1991, und die Herausgabe von Publikationen.