Rolf MaedelRolf Maedel

Biografie

Rolf Maedel, geboren in Berlin, gestorben in Salzburg. Er studierte an der Staatlichen Akademischen Hochschule für Musik in Berlin bei W. Wolf (Klavier), K. Thomas (Chorleitung), W. Gmeindel (Dirigieren) und E. Pepping (Komposition). Während des 2. Weltkrieges nahm er an sog. Wehrmachtstourneen teil, wovon eine durch Salzburg führte. Aufgrund deren Erfolgs wurden ihm zwei Studienurlaube am Salzburger Mozarteum ermöglicht, unterrichtet bei C. Krauss, W. Lampe, F. Frischenschlager und M. Zallinger.

Nach dem Krieg war Rolf Maedel zunächst freischaffender Künstler. Unter dem Eindruck von Johann Nepomuk David entstanden in dieser Zeit eine große Zahl von Klavier- und Kammermusikkompositionen und Lieder. Er unternahm Tourneen und Konzertreisen durch Europa, unter anderm als Mitglied des Salzburger Kammertrios, als Dirigent und als Assistent von Bernhard Paumgartner. Seit 1947 unterrichtete Rolf Maedel an der Hochschule Mozarteum Salzburg und wurde 1976 zum ordentlichen Hochschulprofessor ernannt.

Ab 1970 widmete er sich gemeinsam mit Franz Richter Herf der Erforschung und Systemisierung der Mikrotöne. Dies führte zur Entwicklung der Ekmelischen Musik. 1974 war er Mitbegründer des Institutes für Musikalische Grundlagenforschung. Seine Arbeiten wurden in mehreren Publikationen veröffentlicht und im ORF und ZDF wiederholt vorgestellt.

Publikationen

  • Rolf Maedel, Franz Herf: Ekmelische Musik. Möglichkeiten der Erweiterung unseres Tonsystems. Sonderdruck des Institutes für Musikalische Grundlagenforschung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg. Salzburg .
  • Rolf Maedel: Das transzendentale Tonsystem. In: Schriften der Hochschule Mozarteum. Nr. 1, Katzbichler, München/Salzburg .
  • Rolf Maedel, Franz Richter Herf: Ekmelische Musik. In: Schriften der Hochschule Mozarteum. Nr. 4, Katzbichler, München/Salzburg , ISBN 3-87397-473-8.
  • Rolf Maedel: Mikrotöne. Aufbau, Klangwert, Beziehungen. Edition Helbling, Innsbruck/Neu-Rum .
  • Rolf Maedel, Franz Richter Herf: Ekmelische Musik. Edition Helbling, Innsbruck/Neu-Rum (Verl.-Nr. 3916).
  • Rolf Maedel: Mikrotonale Funktionsmodelle. In: Franz Richter Herf (Hrsg.): Mikrotöne I. Bericht über das internationale Symposium, Mikrotonforschung, Musik mit Mikrotönen, Ekmelische Musik, in Salzburg. Edition Helbling, Innsbruck/Neu-Rum , ISBN 3-900590-01-X, S. 185–189.
  • --: Transformation. In: Franz Richter Herf (Hrsg.): Mikrotöne II. Bericht über das 2.  internationale Symposium, Mikrotonforschung, Musik mit Mikrotönen, Ekmelische Musik, in Salzburg. Edition Helbling, Innsbruck/Neu-Rum .
  • --: Erweiterung der traditionellen Funktionstheorie auf Mikrotonbereiche. In: Horst-Peter Hesse (Hrsg.): Mikrotöne IV. Bericht über das 4.  internationale Symposium, Mikrotonforschung, Musik mit Mikrotönen, Ekmelische Musik, in Salzburg. Musikedition Nymphenburg, München .
  • --: Zurück zu den Quellen. Beziehungen zwischen Tonsystemen – ein Vergleich. In: P. Neubäcker und Freies Musikzentrum München (Hrsg.): Harmonik und Glasperlenspiel 1993. .